Blog I - Ankunft in Münster

Bericht vom 1. bis 3. September 2018

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Hey, hey!

Mein Name ist Henrieke Kuhn. Ich bin 21 Jahre alt und studiere Kirchenmusik mit dem Schwerpunkt auf Popular-Musik an der Evangelischen Pop-Akademie in Witten. Der 2016 gegründete Hochschulstandort gehört zur Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen, die seit über 50 Jahren Kantoren und Kantorinnen ausbildet. Innerhalb des Bachelor Studiums absolvieren wir Studierenden ein 6-wöchiges Praktikum bei einem/r bereits fertig ausgebildeten Kantor/in. Durch das Praktikum bekommen wir einen Eindruck, was neben der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten und Chorproben ebenfalls zu unseren späteren Berufsaufgaben zählen wird. Ich freue mich im Evangelischen Kirchenkreis Münster bei dem Pop-Kantor Hans Werner Scharnowski zu Gast sein zu dürfen.

„Nächster Halt: Münster Hauptbahnhof!“

Mit einem voll bepackten Koffer, zwei Rucksäcken, einer Tasche mit Notenbüchern und meiner Gitarre betrete ich am 1. September 2018 Münsters Pflaster. Fahrräder soweit das Auge reicht, junge Familien, Studierende und ein Spielmannsumzug. Die Sonne begrüßt mich in der Stadt.
Mein erster offizieller Termin ist eine Probe. Gemeinsam mit meinem Mentor dem Pop- Kantor des Evangelischen Kirchenkreises Münster Hans Werner Scharnowski bereite ich mich auf einen Abendgottesdienst vor. Insgesamt acht Lieder werden in einer Besetzung mit Piano und Gesang geprobt bis jede Mehrstimmigkeit und das Groove-Gefühl stimmen.

Auch privat ist es als angehende Kantorin spannend diverse Gottesdienstmodelle kennen zu lernen. In der Matthäus Gemeinde erlebe ich so am Sonntagmorgen einen modern gedachten und gelebten Gottesdienst, der gleichzeitig mit traditionellen liturgischen Elementen eine Verbindung zur Tradition aufrechterhält.

Nach einem sonnigen Nachmittag auf der Promenade mit gutem Buch und selbstgebackenem Apfelkuchen, fahren Hansi und ich um 16.30h nach Albachten. Hier gestalten wir auf musikalische Art und Weise ab 18.00h die „Blaue Stunde“ – ein Abendgottesdienstmodell, das viele Generationen anspricht. Wir singen Lieder mit der Gemeinde und präsentieren Songs, die das Thema des Gottesdienstes unterstreichen.

Wochenstart im Kreiskirchenamt

Sehr zentral in Münster liegt das Kreiskirchenamt. Um 8.30h trudel ich ein und nach einem Rundgang durch das Gebäude, Kennenlernen und Einrichtung des Arbeitsplatzes planen wir die drei Wochen Praktikum grob vor. Eine Vielzahl Termine warten auf mich: Gottesdienste, Bandproben, Sitzungen und Meetings, ein offenes Singen, ein Chor-Workshop, Begleitung eines Einstellungsverfahrens, Recording, Marketingarbeit und und und... was ein Pop-Kantor halt alles so macht.

Schon in der ersten Büroeinheit wird spürbar, dass man als Kantor/in nicht nur ein guter Musiker/in sein muss, sondern auch einen Management Job zu erfüllen hat. Erste Mails an Bandleader und Gemeindemitglieder gehen raus, um kommende Workshoptermine zu bestätigen und zu planen.

Besonders spannend ist die anschließende Recherchearbeit nach den 15 internationalen Top-Kirchenliedern – Stilistiken aller Art mit einbezogen. „Singing in the light of God“ heißt das Projekt, bei dem die Songs im November zum Tragen kommen werden.

Nach einer ersten Fahrradpanne – Schreck lass nach! – darf ich meiner ersten Kreissynodalvorstandssitzung (Gutes Wort für Hang-Man ;-)) beiwohnen. Beraten wird über Gelder für Anschaffungen und zukünftige popular-musikalische Projekte im Kirchenkreis. Stimmrecht habe ich leider nicht...

Blog II - Eingelebt

Bericht vom 4. und 5. September 2018

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Tag zwei, gefühlter Tag zehn

Das Ankommen im Büro wirkt schon am zweiten Tag (04.09.) alltäglich. Der gemeinsame Arbeitsplatz mit Hans Werner erleichtert Absprachen ungemein und es kommen spannende und lehrreiche Gespräche zustande.
Immer mehr Menschen darf ich kennenlernen und connecten, sowohl persönlich, als auch erstmal „nur“ per Mail. Da wir in den nächsten Tagen und Wochen ca. 6 Bands in den umliegenden Gemeinden besuchen werden, kontaktiere ich die Bandleader und sammle einige Informationen bezüglich Repertoire und Besetzung. Es ist total spannend zu erleben, wie unterschiedlich die Bands aufgebaut sind. Die Vielseitigkeit ist bemerkenswert und lässt die Vorbereitung nicht langweilig werden.

Vor der Mittagspause radeln Hansi und ich zum Gemeindebüro der Matthäuskirche, in der ich nun regelmäßig Orgel und Klavier üben kann, damit auch der Uni-Stoff bloß nicht zu kurz kommt.

Und wieder genieße ich die Seiten der jungen Studenten-Stadt. Die Mittagspause in der Mensa am Aasee mundet. In Witten genieße ich die Vorzüge eines familiären Hochschulstudiums – eine schicke Mensa, die fehlt uns noch.

Bis ca. 14.00h bin ich im Anschluss noch im Büro und erinnere u.a. die Bandleader an ein Meeting am morgigen Abend. Dann mache ich mich auf den Weg in die Matthäuskirche und übe noch eine Rund Klavier am Flügel – was ein Luxus!
Dem aufziehenden Gewitter radel ich davon und kann den Tag entspannt in der WG ausklingen lassen.

Aller guten Dinge sind drei

Die Sonne weckt mich und begleitet mich auf dem Weg ins Büro. Hier ist alles beim Alten und mit Kaffee und Losung starten wir in den dritten Tag.
Als erstes widme ich mich dem Blog und lege ihn im Backend der Homepage an. Nun kann jeder lesen, wie mein Praktikum verläuft.

Im Anschluss steht wieder „Singing in the light of God“ auf dem Plan. Die Sammlung der Songs wird immer länger. Um aus dem Fundus später möglichst leicht die finalen Titel für die Veranstaltung auswählen zu können, entwickle ich eine Tabelle mit Bewertungssystem. Alle Verantwortlichen haben so die Möglichkeit mitzubestimmen und das über Kilometer hinweg. Auch CCLI ein großer Rechteverwerter hilft uns dabei, die Top 10 der internationalen, ökumenischen Kirchenlieder herauszufinden.

Neben den „Stinknormalen“ Sonntagsgottesdiensten, warten auch immer besondere Formate auf Kantorinnen und Kantoren. Am Donnerstag sind Hans Werner und ich eingeladen den Gedenkgottesdienst im Hiltruper Krankenhaus musikalisch zu gestalten. Gedenkgottesdienste finden regelmäßig statt. Während des Gottesdienstes werden die Namen der Verstorbenen verlesen. Ein guter Moment für die Angehörigen, um Abschied zu nehmen. Das erfordert Fingerspitzengefühl, auch bei der Liedauswahl.
Wieder wird mir bewusst, dass ich mich für genau den richtigen Beruf entschieden habe: Mit der Musik können wir fette Partys, wie eine Hochzeit, noch bunter und fröhlicher machen, aber auch die dunkelsten Momente im Leben ein Stück weit erträglicher. Das tut gut!

Was genau sich hinter der „Worship Akademie“ verbirgt, finde ich im Anschluss raus. Es handelt sich dabei um ein Workshop-Wochenende für Bands. Renommierte Dozenten kommen hierzu im Herbst 2019 erstmals nach Münster, um mit den existierenden Bands zu arbeiten. Bei Interesse können sich Musikerinnen und Musiker bei Hans Werner Scharnowski melden.

Danach blogge ich noch etwas, denn das hier schreibt sich nicht von alleine...

Wenn man große Mitmachprojekte veranstalten möchte, so braucht man ein gutes Marketing. Dabei helfen die Öffentlichkeitsreferenten des Evangelischen Kirchenkreises Münster. Sie haben den Draht zur Presse. Wir wollen versuchen ein Interview abzudrucken, in dem Hans Werner und ich von dem Beruf und dem Weg hin zum Pop-Kantor berichten. Hierzu verfasse ich einen kurzen Artikel, der die Presse neugierig machen soll.

Nach einer Nachmittagspause mache ich mich gegen 17.30h zu einem ersten Meeting mit den Bandleitern auf den Weg. Diese haben bereits jetzt Interesse gezeigt, an der „Worship Akademie“ 2019 teil zu nehmen. Termine, Fragen und Ideen werden zusammengetragen, sodass das Projekt immer konkreter wird.

So schnell geht ein Tag zu Ende – Gott sei Dank darf ich morgen in einen neuen starten!

Blog III - Abschluss der ersten Woche

Bericht vom 6. bis 8. September 2018

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„Am Donnerstag hat‘s gedonnert...“

Heute ist Donnerstag und ein ganz normaler Büro-Vormittag.
Nach der Freigabe aus der Öffentlichkeits-Abteilung des Kirchenkreises schalte ich Blog II online.
Der begonnene Presseartikel wird fertiggestellt und weitergeleitet. Nun hoffen wir, dass die Presse in Kürze reagiert. Ich beschreibe ihnen grob, mit was für Studieninhalten ich mich zu beschäftigen habe und wie mein Praktikum bei Hansi aufgebaut ist. Alles Weitere möchte ich Ihnen erst im Interview verraten.
Für den Gedenkgottesdienst heute Abend im Hiltruper Herz-Jesu Krankenhaus drucke ich Liedzettel. Wir werden eine bunte, ökumenische Mischung spielen. Einige Lieder sind festgelegt und kommen aus dem „Gotteslob“, dem katholischen Gesangbuch. Das ist spannend, da ich bis jetzt eher mit dem EG (Evangelischen Gesangbuch) in Berührung gekommen bin. Wir ergänzen die eher klassischen Lieder mit drei aktuelleren, deutschen Titeln, die die Stimmung des Gedenkgottesdienstes aufnehmen: „Komm und ruh Dich aus“ von Johannes Falk, „Es walte Gott“ von Rebecca Watta und „Gottes Friede“ eine Eigenkomposition.

Wie und was in den Gemeinden musiziert wird

Das ist wirklich spannend und sehr unterschiedlich. Im Frühjahr hat Hans Werner Scharnowski eine Umfrage erstellt. Diese besteht aus vier Teilen und fragt ab, wie und was in den Kirchengemeinden in Münster musiziert wird. Es geht um die Ensembles, Liedauswahlen, Anstellungen der Musiker, Proben, Auftritte u.v.m.
Die Auswertung wird den praktizierenden Musikern der Gemeinden nun am Samstag bei einem Meeting vorgestellt. Damit auch ich im Bilde bin, studiere ich die Ergebnisse, die Hansi in Grafiken und kleinen Texten zusammengefasst hat. Besonders aufschlussreich finde ich die Wünsche und Anregungen der Befragten. Es wird deutlich, dass ein großes Interesse an einer musikalischen Vielfalt besteht, es dazu aber Fort- und Weiterbildungen bedarf. Auch dazu werden am Samstag Ideen präsentiert – gut, dass der Evangelische Kirchenkreis Münster einen Pop-Kantor hat!

Gemeinsam mit Hans Werner verschicken wir das Protokoll der gestrigen Sitzung. Es wurde ein Termin gefunden, an dem die „Worship Akademie“ nun stattfinden soll. Als nächsten Schritt werden Örtlichkeiten angefragt. Nach wie vor können sich Bands melden, die an einem Coaching Wochenende Interesse haben.

Gedenkgottesdienst in Hiltrup

Um 16.00h sammelt mich Hansi ein und wir fahren zum Proben in die Matthäuskirche. Wir checken Besetzung und proben alle Titel einmal durch. Im Anschluss wird die Technik eingeladen und wir fahren ins Krankenhaus. Dort treffen wir auf die Pfarrerin und bauen alles auf. Nach einem kurzen Soundcheck geht es dann auch bereits los. Es herrscht eine andächtige Atmosphäre. Man merkt, die Gottesdienstbesucher sind berührt, auch von der Musik. Nach dem Gottesdienst kommen noch schöne Gespräche zu Stande, die einem zeigen: der Aufwand hat sich gelohnt!

„Am Freitag hatte ich fast frei...“

In Vorfreude auf die erste Bandprobe trage ich an diesem Vormittag alle Informationen rund um die Havixbecker Gemeindeband zusammen. Die vielseitige Bandbesetzung mit zwei Violinen und einer Trompete lassen spannende Arrangements zu. Ich checke die Noten und überlege mir Möglichkeiten des Song-Aufbaus für die gewünschten Titel. Jeder Song taucht in einer Tabelle auf, in der ich vor Ort Notizen machen kann, die die Band als Gedankenstütze später behalten kann.

Um 11.00h verlassen wir heute ungewöhnlich früh das Büro. Auf uns wartet die „AGE- Sitzung“ – Ausschuss für Gemeindeaufbau und Evangelisation. Geplant wird ein Presbyter und Presbyterinnen Treffen. Im Fokus steht die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit. Angelehnt wird die Veranstaltung an die biblische Geschichte „5 Brote und 2 Fische“ – was nährt uns? Gemeinsam mit zwei Gemeindepfarrern, einem Vikar, einem weiteren Praktikanten und Hansi, planen wir den Ablauf der Veranstaltung, sowie den groben Inhalt. Als zweiten Tagesordnungspunkt steht der „Feier.Abend“ Gottesdienst auf der Liste. Hansi schlägt zwei spannende Künstler aus GB vor, die gerade eine neue Produktion mit aktuellen Gospel-Titeln auf den Markt gebracht haben. Einvernehmend wird ein Datum für den Gottesdienst gefunden, sodass nun alles Weitere geplant werden kann.

Nach einem schmackhaften Mittagessen in der Mensa am Aasee besuche ich meine Kollegin Vera Hotten. Auch Vera leitet einen ESG (Evangelische Studierenden Gemeinde) Chor, den Unity Chor der ESG Münster. Seit ca. 1 1⁄2 Jahren leite ich den ESG Chor in Bochum. Wir singen verschiedenste Popular-Musik: Gospel, Pop, Jazz usw. Mit Vera tausche ich mich aus und hole mir wertvolle Tipps bezüglich des strukturellen Choraufbaus, Finanzen, Werbung u.v.m. Mit diversen neuen Ideen und Anregungen möchte ich in das neue Semester in Bochum starten.

Den Nachmittag genieße ich in der Stadt und freue mich auf das Wochenende!

„Am Samstag kam das Sam...ehm... Kirchenmusikerfrühstück“

Hans Werner sammelt mich um kurz vor neun ein und wir fahren gemeinsam nach Senden, einen kleinen Ort am Rande des Kirchenkreises. Dort treffen wir auf 25 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Geleitet wird das Treffen von Klaus Vetter, dem klassischen Kreiskantor des Ev. Kirchenkreises Münster. Ich bin beeindruckt und voller Freude, als ich feststelle, mit welcher Offenheit, Wertschätzung und Akzeptanz er mir als angehende Pop-Kantorin begegnet. Er bietet mir an auch ihm über die Schulter zu schauen – was ich dankend annehme. Nach der Vorstellung der Orgel und dem Singen eines Liedes setzten wir uns an eine U-förmige Tafel. Währende des Frühstücks berichtet jede/r Musiker/in wie es in den jeweiligen Gemeinden läuft, welche musischen Projekte und Ensembles es gibt oder welche Probleme in letzter Zeit aufgetaucht sind. Auch der Superintendent ist dabei und kann bei vielen Fragen weiterhelfen. Die Stimmung ist sehr angenehm, freundlich und wertschätzend – jedes Engagement zählt!

Neben dem Austausch stellt Hansi die Ergebnisse seiner Umfrage vor, in der es um die Ensembles, Liedauswahlen, Anstellungen der Musiker, Proben und Auftritte in den Kirchengemeinden geht. Spannend ist das Resultat, dass noch mehr Vielfalt in der Kirchenmusik gewünscht wird, jedoch gelegentlich das Handwerkszeug fehlt. Dazu plant Hans Werner Workshops, Schulungen und Veranstaltungen zum Kennenlernen neuer Lieder.

Diese Planungen finden großen Anklang bei allen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern.
Im Anschluss stelle ich das Studium der populären Kirchenmusik an der Evangelischen Pop- Akademie vor und berichte über das Fortbildungsprogramm des Instituts für Weiterbildung. Gesättigt löst sich die Frühstücks-Runde auf. Auf einem Tisch hat Klaus Vetter Notenbücher und Hefte ausgelegt, die er nicht mehr benötigt. Hier finde ich noch Orgelnoten und ein altes Liederbuch. Mit vielen neuen Kontakten machen wir uns auf den Weg zurück in die Stadt. Hier nehme ich den nächsten Zug gen Heimat wo ich das restliche Wochenende verbringe.

 

Blog IV - Woche 2

Bericht vom 10. und 11. September 2018

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Klappe die Zweite

Nun beginnt schon die zweite Woche meines Praktikums. Die Zeit vergeht wie im Flug! Heute Vormittag werde ich auch im Büro musikalisch aktiv. Hans Werner hat ein kleines Nord Stage Piano mit 61 Tasten im Büro stehen. Für die Band Probe heute Abend in Havixbeck checke ich so die Songs und bereite mich vor alle auf zwei Titel vor, die die Band neu lernen möchte. Die Tonart der Aufnahme entspricht nicht der Tonart der Noten, also ist im Kopf Transponieren angesagt – gutes Gehirn-Jogging.

An der morgigen Sitzung für „Singing in the light of God“ werden neben dem Popkantor und mir noch Kirchenmusikdirektor Prof. Hartmut Naumann, der Prorektor der Ev. Pop- Akademie, Dr. Jean-Gottfried Mutombo, Regionalpfarrer beim Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) und Jörg Spitzer, Referent für Programmarbeit bei der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) teilnehmen. Alle drei haben mir im Vorfeld ihre Bewertung zu den gesammelten Liedern geschickt. Die Ergebnisse fasse ich nun zusammen, damit morgen die finalen Titel für die Veranstaltung ausgewählt werden können.

Ende September startet in Münster GIM 4 (Gospel in Münster). Zu Gast sind Geraldine und Carey Luce aus London. Den von Hans Werner formulierten Text mit Informationen rund ums Projekt, bringe ich mit einem entsprechenden Bild auf die Homepage:

https://popkantor.ev-kirchenkreis-muenster.de/projekte/gospel-in-muenster.html.

Gospel in Münster ist ein Chorprojekt, dass nun zum vierten Mal in Münster stattfindet. Jeder der Spaß am Singen hat kann sich hierzu anmelden!

Nach einem freien Nachmittag holt mich Hans Werner um 18.30h ab und wir fahren zusammen nach Havixbeck. Die Band hat bereits aufgebaut und spielt sich mit dem ersten Titel ein. Wir stellen uns vor - die Stimmung ist von Anfang an gelöst. Die ersten 45 Minuten der Probe arbeiten wir an „Herr, ich komme zu Dir“ von Albert Frey. Da alle Bandmitglieder den Song bereits kennen, kommen wir direkt zum Feinschliff: Songaufbau und Gestaltung durch das Arrangement. Wir geben Anregungen wie sich ein dramaturgischer Bogen durch das Lied ziehen kann. So beginnen zunächst nur Piano, Shaker und Violine. Später kommen Gitarre und solistischer Gesang dazu. Eine zweite Violine, sowie weitere zwei Sänger sorgen mit Hilfe zweiter Stimmen dafür, dass der Refrain zum Höhepunkt des Liedes wird. Noch weitere zwei Titel erarbeiten wir so mit der Gruppe. Schnell ist es 21.15h und die Probe zu Ende. Der Kontakt bleibt und wir verabreden, dass ich in der zweiten Praktikumshälfte im nächsten Jahr noch einmal vorbeischauen werde.

„Planning! in the light of God“...

Das ist nötig, damit dann in Gottes Licht gesungen werden kann. Deswegen treffen sich Pfarrer Martin Mustroph, Popkantor Hans Werner Scharnowski, Prorektor der Ev. Pop-Akademie Prof. Harmut Naumann, Jörg Spitzer von der VEM, Dr. Jean-Gottfried Mutombo von der MÖWe und ich uns um 9.30h zu einem Meeting für „Singing in the light of God“. Nach dem Sammeln der Tagesordnungspunkte gehen wir die Song-Liste einmal in Ruhe durch. Schnell kommen wir zu einem Ergebnis von 16 unterschiedlichen Titeln, zu denen noch drei weitere Titel von Judy Bailey, dem „Special Guest“, hinzukommen werden. Die bereits angemeldeten Sängerinnnen und Sänger können sich auf ein kunterbuntes Programm freuen. Die Lieder sind international, kommen aus der Worship-Szene, sind traditionell, haben ihren Ursprung in Taizé oder sind wasch-echte Gospel-Hits. Wir besprechen weitere Werbemaßnahmen und teilen die „TO DOs“ ein. Um 11.00h steht die Presse bereit und die Runde berichtet, was sich hinter dem Mitsing-Projekt verbirgt. Ein Foto zum Abschluss und schon ist die Sitzung beendet. Hier findet ihr den Akrtikel.

Die Mensa am Aasee muss mich jetzt auch schon ganz gut kennen – hier essen Hansi und ich zu Mittag. Im Anschluss trennen sich unsere Wege. Ich fahre in die Antoniusstr. und übe ein Stündchen Klavier. Danach fahre ich ins Kreiskirchenamt. Im Büro bereite ich die Sitzung vom Vormittag nach, erstelle Listen und formuliere die „TO DOs“ nochmal für alle aus.

Gegen 16.00h mache ich mich auf den Weg zurück in die WG, um noch ein bisschen zu pausieren, bevor mich Hansi dann um 18.15h einsammelt. Um 19.00h wartet nämlich dieJugend-Band „Life-Band“ aus Lüdinghausen auf uns. Ich freue mich auf eine tolle Probe mit jungen Musikerinnen und Musikern!

Vor Ort stellen sich alle erst einmal vor. Schnell beginnen wir mit dem Proben. In den 2 1⁄2 Stunden arbeiten wir an „Bless the Lord, oh my soul“ vom Oslo Gospel Choir und „Still“ von Hillsong. Wir zoomen ran und betrachten die Möglichkeiten des Arrangements unter der Lupe. Am Ende sind wir zufrieden mit den Resultaten und machen uns auf den Rückweg in die Stadt.

 

Blog V - Fünf kunter-bunte Tage

Bericht vom 12. bis 16. September 2018

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Halbzeit

1 ½ Wochen bin ich nun schon in Münster. Mittlerweile kenne ich die Abkürzungen mit dem Rad, die beste Eisdiele, habe einige spannende und inspirierende Menschen kennen gelernt und doch gibt es noch jede Menge zu entdecken. Gut, dass ich noch weitere Tage und Wochen im nächsten Jahr vor mir habe.

Als ersten Schritt veröffentliche ich heute Blog III und IV. In den Berichten sind mehrere Tage zusammengefasst, weshalb es viel zu lesen gibt. Pro Blog gibt es momentan nur ein Bild, doch das wird sich bald ändern.

Ein weiterer Punkt auf meiner heutigen „To Do“ Liste ist die Bandproben-Vorbereitung für die Probe in Wolbeck. Eine 9-köpfige Gruppe erwartet mich an diesem Abend und ich bin sehr gespannt, da sogar eine Klarinette und ein Saxophon in der Band vertreten sind. Ich spiele alle 5 Titel für mich durch und versuche mir bereits jetzt vorzustellen, wie die Band die Songs umsetzt. Ideen zum Arrangement, die mir in den Sinn kommen, notiere ich mir direkt.

Im Anschluss stellt mir Hansi 6 Lieder vor, die wir am Samstag in Lüdinghausen beim Chor-Workshop mit den Teilnehmenden singen wollen. Auch ich werde zwei Songs mit dem Workshop-Chor erarbeiten und bringe noch ein weiteres auf unsere Setlist. Gemeinsam hören wir in mir noch unbekannte Lieder rein und ich freue mich, noch mehr neue Lieder kennen zu lernen. Die Liedvorschläge schicken wir dann an die Veranstalter, um noch einmal Rücksprache zu halten.

Für die Mitsing-Veranstaltung im November („Singing in the light of God“) erstelle ich einen groben ersten Zeitplan. Jetzt gilt es Informationen zu sammeln, um den Plan zu verfeinern: Ab wann können wir in die Kirche, wann können die Techniker aufbauen und wann trudelt die Band ein, gibt es genügend Parkplätze vor Ort und und und…

Schnell ist es 13.30h und der gewöhnliche Bürovormittag vorbei.

Von Latin bis Rock

Um 18.45h sammelt mich Hansi dann ein und wir fahren nach Wolbeck. Um 19.30h beginnt der Bandaufbau und gegen kurz vor 8 steht alles bereit. Die Combo ist heute ohne Gitarren unterwegs. Mit Piano, Drums, Bass, Klarinette, Saxophon und zwei Sängerinnen arbeiten wir intensiv an zwei Titeln, die im Gottesdienst vor dem Gemeindefest gesungen werden. Aus „Wir feiern heut ein Fest“ entwickelt sich eine coole Latin-Nummer. In die Stilistik Rock tauchen wir mit „Ich lobe meinen Gott“ ab. Es macht Spaß die Entwicklung zu erleben. Gegen 21.30h machen wir uns auf den Heimweg.

 

Ein halber Arbeitstag

Eine weitere Sache, die an dem Beruf als Pop-Kantor spannend finde, sind die Arbeitszeiten. Mal arbeitet man an einem Samstag, weil Workshops oder ähnliche Veranstaltungen anstehen oder muss in der Woche abends viel Unterwegssein und Proben besuchen. Dafür gibt es dann aber auch mal einen freien Nachmittag. Auch diese unregelmäßigen Arbeitszeiten lerne ich im Praktikum kennen. Heute ist so ein besagter freier Nachmittag. Doch davor verbringe ich den Vormittag im Büro. Donnerstags findet im Kreiskirchenamt immer eine Andacht statt. Es geht um die Bedeutung von Steinen. Hansi begleitet die Lieder. Mit dem Input starten wir in den Tag. 

Um 11.00h kommen zwei Damen von den „Westfälischen Nachrichten“ zu einer Pressekonferenz. Hansi und ich erzählen von dem Beruf des Pop-Kantors, dem Studium an der Evangelischen Pop-Akademie, von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der klassischen und populären Kirchenmusik – beide Reporterinnen sind sehr interessiert und stellen viele Fragen. Hier geht es zu einem der beiden Artikel.

Direkt im Anschluss an das Pressegespräch besuche ich Klaus Vetter bei einer Probe mit dem "AChoM“. Die Abkürzung steht für „Alters-offener-Chor-Münster“.  Bestimmt 80 Frauen und Männer sind bei der Probe. Gesungen werden Choräle, Neue geistliche Lieder, Motetten und Kantaten. Es ist eine Wucht zu sehen, wie viel Freude den Sängerinnen und Sängern das gemeinsame Singen macht. Ich erfahre, dass die älteste Sopranistin 92 Jahre alt ist. Mein Gedanke: Wenn ich auch ein solches Alter erreichen darf, hoffe ich sehr, auch noch in einem Chor singen zu können! Spontan lädt mich Klaus ein noch ein Lied vorzusingen. Mit „Gottes Friede“ habe ich das Gefühl die Runde zu erreichen. Nach der Probe quatsche ich noch mit einigen Damen und Herren. Gerne hätte ich ein Aufnahmegerät angestellt um die „O Töne“ der älteren Herrschaften aufzunehmen. Sie erzählen mir, wie wichtig sie es finden in der Kirchenmusik neben der Tradition auch mit dem Zeitgeist zu gehen. Wieder ein Beweis, dass auch die älteren Generationen sehr wohl etwas mit populärer Kirchenmusik anfangen können. 

Am Nachmittag treffe ich mich mit einer Freundin zum Mittagessen und am Nachmittag mit meiner Cousine in der Stadt. Den freien Nachmittag genieße ich sehr!

 

Stille Nacht, Heilige Nacht! Leise rieselt der Schnee! Alles funkelt, alles glitzert!

So tönt es am Freitag morgen aus einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Dortmund. Hier ist Jan Primkes Studio. Gemeinsam mit Hanna Schwebke (CVJM) machen wir uns heute auf den Weg, um Aufnahmen für die Kita-Konzert-Reihe im Dezember zu machen. Die entstehende CD bekommen die Erzieherinnen und Erzieher, um die Lieder im Vorfeld mit den Kindern zu singen. Jan, Hanna und Hansi kommen dann an einem bestimmten Termin in die Kita oder eine nah liegende Kirche und veranstalten ein Mitsing-Konzert für die Kids, ihre Eltern und Verwandte. Gegen 9.30h beginnen wir mit den Aufnahmen. Es gibt ganz neue Titel wie „Alles funkelt, alles glitzert“, die die weihnachtliche Stimmung einfangen, aber auch Klassiker wie „Stille Nacht“.  Trotz strahlendem Sonnenschein und 22 °C kann ich mich jetzt schon auf die Adventszeit freuen. Im Kopf hören wir schon während des Einsingens der einzelnen Stimmen die Kinder mitsingen. Den Großteil singen Jan, Hansi und Hanna ein, da die drei ja schließlich auch gemeinsam auftreten werden. Ich freue mich sehr, dass ich bei zwei Titeln mitsingen darf. Arbeiten tun wir mit drei SM58 (Mikrofon) und dem Programm Pro Tools. Wir sitzen in einem Raum, jeder hat einen Kopfhörer auf den Ohren und ein Mikro vor sich. Hansi drückt start und „R“ für „Record“ und das Playback beginnt zu spielen. Damit alles später richtig voll klingt, werden die chorischen Parts getrippelt. Gegen 16.00h sind alle Stimmen eingesungen. Den letzten Feinschliff erledigt Jan ohne uns.

Katholischer Jugendgottesdienst

Um 17.30h bin ich wieder in der WG und Ruhe mich noch etwas aus. Gegen 19.00h schwinge ich mich wieder aufs Radel und fahre zur Jugendkirche Effata. Dort treffe ich mich mit Hansi. Eine gute Idee von ihm, mal mitzuerleben, wie ein Jugendgottesdienst in der katholischen Kirche aussehen kann. Bischhof Felix spricht zu den Jugendlichen. Es geht um das Thema „Erwachsen sein/werden“. Musik kommt von einer Band. Leider ist die Akustik in der traditionellen Kirche sehr schwierig, sodass durch den großen Hall in unserer Reihe nur wenig ankommt. 

 

Chorworkshop in Lüdinghausen

Mein Wecker klingelt am Samstag um kurz vor acht. Nach dem Frühstück und fertig machen, fahre ich in die Matthäuskirche. Hier treffe ich mich um 11.00h mit Hansi, Nicole, Carsten zu einer Probe für den Gottesdienst am Sonntag. Carsten spielt Gitarre, Hansi Klavier, Nicole und ich singen. Bevor die drei Eintrudeln habe ich noch gut eine Stunde Zeit, in der ich für mich übe: die Titel für den Workshop am Nachmittag, für den Gottesdienst am Sonntag und Uni Kram (Gospel Rückungen). Drei Lieder üben wir für Sonntag und es macht großen Spaß gemeinsam zu musizieren. 

Nach gut einer Stunde packen Hansi und ich zusammen. Die Bose-Anlage, das neue Nord Stage 3, Miko und Ständer, Notenständer, Kabel und so weiter, denn um 14.00h beginnt der Chor-Workshop in Lüdinghausen. Zum Aufbau planen wir um 13.30h vor Ort zu sein. Wir werden bereits freudig erwartet und helfende Hände unterstützen uns beim Entladen des Autos. Ein buntes Buffet für eine Kaffee-Pause ist bereits im Eingangsbereich aufgebaut. Mit rund 65 Sängerinnen und Sängern beginnen wir die Probe mit einem Einsingen um Punkt 14.00h. Der Workshop durch eine 30-minütige Kaffee-Pause geteilt. In der ersten Hälfte lernen die Teilnehmenden bereits fünf von acht Liedern. Ich freue mich ganz besonders, eine Eigenkomposition mit der Gruppe singen zu dürfen. Nach vielen Gesprächen, Käffchen und Kuchen werden weitere drei Songs gelernt. Bei allen Liedern wird ein 3 bis 4-stimmiger Satz erarbeitet. Abgerundet wird die Veranstaltung mit einer wunderschönen Andacht, in der auch drei Lieder nochmal gesungen werden. Der Abbau geht fix und wir können noch ein, zwei Worte mit den Leuten wechseln, dann machen wir uns auf den Heimweg. Um 19.30h ist dann für heute Feierabend.

 

Besonderer Sonntag

In vielerlei Hinsicht ist es ein besonderer Sonntag. Ich darf das erste Mal in der Matthäusgemeinde Musizieren. Der Superintendent ist vor Ort und ein Prädikant der Gemeinde wird ins Amt berufen. Ach und ich habe Geburtstag. 

Der Start in den Tag mit dem Gottesdienst ist ganz wunderbar. Ein Gottesdienst, wie ich ihn mir wünsche. Eine gute Predigt, gute Musik von Orgel UND Band, runde Liturgie – so wie es sein soll. Im Kirchen-Café unterhalte ich mich noch mit einigen Gemeindemitgliedern und Lade im Anschluss die Technik vom Workshop gemeinsam mit Hansi aus.  

Meine Familie ist anlässlich des Geburtstages zu Gast und wir verbringen einen schönen Tag im sonnigen Münster.

Blog VI - Final Countdown

Bericht vom 17. bis 18. September 2018

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Entspannter Montag

Die letzten Tage beginnen mit einem normalen Büro-Vormittag. Im Dezember geht Hansi mit einigen bekannten Musikerinnen und Musikern wieder auf „Adventskalender-Tour“.In 9 Städten wird die 7-köpfige Crew auftreten und ein vielseitiges, adventliches Programm performen. Die gastgebenden Gemeinden bekommen, wie es üblich ist, einen entsprechenden Vertrag, der alle wichtigen Informationen rund um die Veranstaltung enthält. Außerdem sende ich ihnen eine Datei für Flyer und Plakate zu. Diese können sie bei Ralf Margottdem hiesigen Grafiker und Designer der Plakate auf ihren Veranstaltungsort anpassen und drucken lassen. 

Darüber hinaus beschäftige ich mich mit einem zeitlichen Ablauf für die Veranstaltung „Singing in the light of God“. In ihm kann abgelesen werden, wann, wo, was am Veranstaltungstag stattfindet und wer für die einzelnen Punkte verantwortlich ist. Manche Fragen wie: „Ab wann wird die Kirche geöffnet sein?“ – gilt es nun zeitnah zu klären. Die nächste Sitzung der Verantwortlichen wird im Oktober stattfinden. Dann können die Aufgaben noch differenzierter verteilt werden.

Vor einiger Zeit hat Hansi zusammen mit Christian Schnarr eine große Produktion ins Leben gerufen: „Night of the Hymns“.Band und Orchester, Solisten und Chor – das Hymnen-Projekt ist wirklich „fett“ (im ganz positiven Sinne). Weil ich durch das eigene Geige-Spielen sehr Orchester interessiert bin, zeigt mir Hansi einige Aufnahmen und Videos von der Arbeit mit dem Babelsberger Filmorchester. 

Noch ein bisschen „Kleinkram“ steht an – Mails schreiben, Termine machen usw., dann ist es auch schon wieder 13.30h. Um 14.00h treffe ich mich mit einer Freundin und wir essen im „Herr Sonnenschein“ zu Mittag. Gemeinsam genießen wir meinen freien Nachmittag. 

 

 

Nochmal voll Ölle

Dieser Tag ist wieder sehr vielseitig: Büro, Veranstaltungsort für „Singing in the light of God“ inspizieren, Bewerbung des neuen A-Kantors an der Apostelkirche, Prüfung des C-Pop-Kurses in Herne.

Mein zu absolvierendes Praktikum dauert insgesamt 6 Wochen. Aus terminlichen Gründen und damit ich möglichst viele spannende Dinge miterleben kann, haben Hansi und ich den Zeitraum gesplittet in zweimal 3 Wochen. Heute besprechen wir deswegen als erstes, wann die zweite Praktikumshälfte beginnen soll. Wir entscheiden uns für den 25.02.2019. Das ist klasse, weil die erste Praktikumshälfte dann noch nicht so weit zurück liegt. Wir können so reflektieren und wenn nötig Abläufe o.ä. ändern. Wobei ich jetzt schon sagen kann, dass ich so zufrieden bin, dass sich meinetwegen strukturell nichts ändern müsste. 

Um 10.00h besuchen wir die Erlöserkirche. Hier wird im November „Singing in the light of God“ (SitlG) stattfinden, sowie ein „Feier.Abend“ Gottesdienst. Zusammen mit dem Veranstaltungstechniker besichtigen wir die Kirche und besprechen, was technisch möglich und vor allem sinnvoll ist. Steht man in der Erlöserkirche, so hat man beinahe das Gefühl, man befände sich in einer norwegischen Stabkirche, da das Kirchenschiff mit viel dunklem Holz verkleidet ist – ein besonderes Flair.

Wieder im Büro kümmere ich mich um die Werbung für „SitlG“. Ich packe rund 80 Flyer für den „Alters-Offenen-Chor Münster“ zusammen und drei Plakate für jede evangelische Gemeinde im Kirchenkreis Münster. In ihren markierten Regalfächern im Keller des Kreiskirchenamtes können die Pfarrer der Gemeinden regelmäßig Infomaterial, wie Flyer und Plakate abholen. 

Ab 13.30h ist Mittagspause angesagt. Ich erledige noch ein paar Kleinigkeiten in der Stadt bevor ich mich auf den Weg in die WG mache.

Auf 16.15h fahre ich wieder zum Kreiskirchenamt. Direkt neben dem Gebäude schließt sich die Apostelkirche an – im wahrsten Sinne das Urgestein der evangelischen Kirchgebäude in Münster. Hier stellen sich heute zwei Bewerber vor. Klaus Vetter der langjährige Kreis- und A-Kantor an der Apostelkirche wird im kommenden Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen. In einem umfangreichen Bewerbungsverfahren müssen sich die beiden Kandidaten vorstellen: Orgelvorspiel, Begleitung des Gemeindegesangs, Chorleitung und und und… Beide Bewerber bieten ein vielseitiges Programm an der Orgel dar – wir genießen quasi ein Orgelkonzert.

Nach gut 1 ½ Stunden schleichen wir uns raus, da Hansi um 19.00h in Herne erwartet wird. Hier findet von Montag bis Donnerstag die Prüfung der zukünftigen C-Kirchenmusiker mit dem Schwerpunkt auf Popularmusikstatt. Prüfungen in Tonsatz und Gehörbildung haben sie schon hinter sich. Heute ist „Chorleitung“ angesagt. Mit einem gut 20-köpfigen Chor müssen die Prüflinge 25 min Proben. Dabei werden sie von Christoph Spengler, Christian Mews und Hans Werner Scharnowski beobachtet und bewertet. Auch ich beobachte, gebe aber natürlich keine Bewertung ab. Besonders spannend ist die drauf folgende Besprechung der Dozenten. Worauf wird besonders geachtet, was ist methodisch gelungen. Gegen 23.00h sind wir letztlich wieder in Münster. Ein langer, aber ereignisreicher Tag geht zu Ende.

Blog VII - Ein Tag auf dem Land

Bericht vom 19. September 2018

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Ein Tag in Schale

Heute habe ich Büro-frei und fahre um halb 12 mit der Bahn nach Schale. Hier treffe ich mich mit zwei Kommilitonen und Freunden Paulina und Patrick. Am Ende des zweiten Semesters müssen wir eine musische Hausarbeit im Fach „Singen mit Gruppen“ schreiben und spielen. Es gilt, einen Song mit einer kleinen Band und einer x-beliebigen Gruppe zu singen. Dies wird gefilmt, schriftlich ausgearbeitet und an unseren Prof geschickt. Patrick und ich haben diese Aufgabe bereits vor einem Jahr über die Bühne gebracht. Paulina ist jetzt an der Reihe und wir haben die Ehre, sie dabei zu unterstützen.

Das Örtchen ist wirklich idyllisch und Paulina zeigt uns erstmal Kirche und Gemeindehaus. Nach dem Aufbau des Veranstaltungsortes und dem ersten Soundcheck machen wir eine Mittagspause im Garten. Geprobt wird dann ab 14.30h. Insgesamt fünf Lieder werden wir mit den Sängerinnen und Sängern singen. Paulina hat ein buntes Repertoire gewählt, so dass für jeden ein Titel dabei ist.

Um kurz vor sieben trudeln dann die ersten Gäste ein. Der Raum füllt sich langsam. Kurz darauf geht es los. Wir haben jede Menge Spaß beim Singen mit den rund 25 „Schalern“ und wir schauen in zufriedene Gesichter. Im Anschluss gibt es im Foyer die Möglichkeit noch etwas zu essen und zu trinken.  Es kommen nette Gespräche zustande und es fällt des Öfteren der Wunsch nach einer Wiederholung eines offenen Singens. 

Mit der Bahn bin ich dann gegen 22.00h wieder in Münster. 

 

Blog VIII

Bericht vom 20. bis 23. September 2018 - Abschied auf Zeit

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Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist 

Nun bin ich wieder in Witten und das nach einer ereignisreichen zweiten Wochenhälfte. Am Donnerstag (20.09.) war letzter offizieller Tag in Münster. Am Vormittag im Büro besuchte mich noch Lars, der Bandleader der CVJM Band. Wir unterhielten uns über mögliche Songs für die Band, Methoden und Ideen für die Probenstrukur. Leider habe ich es in meinen ersten drei Wochen nicht geschafft, die Band zu besuchen. Deswegen haben wir festgehalten, dass ich im Februar/März auf jeden Fall vorbeischauen werde. 

Die letzten Stunden im Büro vergingen wie im Flug und gegen 12.30h machten wir uns auf den Weg nach Herne. Hier fand der letzte Prüfungstag der angehenden C-Kirchenmusiker mit einem popular-musikalischen Schwerpunkt statt. Geprüft wurden an diesem Tag die Kandidaten in Gesang, Chor-Begleitung, Begleitung des Gemeindegesangs uvm. 

Bei mehreren Prüfungen durfte ich Mäuschen spielen und auch später bei den Besprechungen lauschen. Selbstverständlich ohne Stimmrecht. Gegen 18.00h waren alle Besprechungen abgeschlossen und die Noten wurden jedem einzelnen Prüfling bekannt gegeben. Es machte große Freude, die Erleichterung auf den Gesichtern zu sehen.

Abends war ich dann das erste Mal seit langer Zeit wieder zu Hause. Auch ein schönes Gefühl. Hier hieß es aber nur: einen Koffer aus und den anderen einpacken. 

Auf mich wartete der 9. Internationale Gospelkirchentag, der vom 21. bis 23. September in Karlsruhe stattfand. Auch Hansi war als Workshop-Referent vor Ort. Ihn und zwei weitere Referenten begleitete ich an ihren Workshop Standorten. Gemeinsam mit Freunden, die auch an der Evangelischen Pop-Akademie studieren und regelmäßig Musik machen, bildeten wir eine Band und musizierten auf SoulTeens Bühne, dem Jugend-Standort auf dem Gospelkirchentag. Mit vielen Eindrücken, guter Musik und platten Füßen kamen wir am Sonntagabend wieder in Witten an.

Ich freue mich sehr, dass es nur ein Abschied auf Zeit ist und ich im Februar und März noch einmal bei Hans Werner im Evangelischen Kirchenkreis Münster zu Gast sein darf!

Bis dahin alles Gute und liebe Grüße,

Henrieke

PS: Wenn ihr Fragen an mich habt, schreibt mir gerne eine Mail an henrieke.kuhn@ev-pop.de